Sowohl in Deutschland, als auch in Österreich und der Schweiz, wird der Fasching auf unterschiedliche Art gefeiert. Fast bei jeder dieser närrischen Veranstaltungen spielen Brauchtum und Tradition eine große Rolle. Dabei findet man immer wieder außergewöhnliche Bräuche.

Von Geisterzügen und Perchten

Karnevalsbräuche gibt es auf der ganzen Welt. Manche davon muten recht kurios an. Seit dem Jahr 1613 werden in Köln zahlreiche Bräuche, die mit dem Karneval in Verbindung stehen, gepflegt. Dazu gehört auch der Geisterzug. Dabei ziehen geisterhaft verkleidete Menschen, mit hornähnlichen Gebilden am Kopf, durch die Gassen von Blankenheim. Diese Gestalten erleuchten die Nacht mit Fackeln und bengalischen Feuern.

In Basel in der Schweiz feiert man am ersten Fastensonntag, also am ersten Sonntag nach dem Karneval, die Bauernfastnacht. Bereits am frühen Morgen versammeln sich verkleidete Menschen in den Straßen und Gassen und rufen zum Morgenstraich. Dieser wird lautstark mit Trommeln und Rasseln angekündigt.

In Österreich verbindet man das traditionelle Faschingstreiben mancherorts auch mit anderen Bräuchen, die den Winter austreiben sollen. Dazu gehören beispielsweise die Perchtenläufe, die bereits in der Vorweihnachtszeit eingeleitet werden. Die Perchten sind meist aus Holz geschnitzte, kunstvoll verzierte Fratzen. In manchen Gemeinden wird als Zeichen des endenden Winters der Fasching verbrannt. Dabei verbrennt man bunt gestaltete Faschingsfiguren aus Altkleidern und Holz.

Der bekannteste Karneval

In einigen Regionen der Welt wird der Karneval ganz besonders pompös gefeiert. Eines der berühmtesten dieser Feste ist der Karneval in Rio. Dieser ist vor allem für seine bunten und aufwendig gestalteten Umzüge bekannt, die von den renommiertesten Sambaschulen des Landes ausgerichtet werden.

Aber auch der Karneval in Venedig, mit seinen kunstvoll in Handarbeit hergestellten Masken, oder der bunte Karneval in New Orleans genießen mittlerweile Weltruf. Der Fasching ist eine Zeit, in der nicht nur ausgelassen gefeiert und gelacht werden darf, sondern auch eine Zeit, in der sich der Mensch auf den kommenden Frühling vorbereitet und das Ende des Winters feiert.